saciel: Mad Hatter eyes (Default)

Montag, 1. Oktober 2007, 58. Tag

Der Sonntag verlief recht ereignislos, ich blieb im Zimmer, während Nicole mit ein paar anderen zum Frauenfußballfinale ins Stadion ging. Wir gewannen übrigens 2:0 gegen Brasilien. Yesssss~
Ich schnappte mir im Supermarkt ein paar kleine Sachen, die ich in die Suppe schmiss und die auch sehr lecker, wenn auch sehr stopfend waren. Außer die Reisbällchen, bei denen ich wohl etwas falsch gemacht habe so dass sie zu Schleim zerliefen.
Den Rest des Tages den ich eigentlich mit Lesen hatte verbringen wollen, guckte ich fernsehen und zerstörte mein Hirn mit Mein Kleines Pony auf Chinesisch, einer seltsamen Gameshow mit Hugo Egon Balder Klon und dem Film Lord of War.
Mein Abendessen bestand aud Tsingtao-Cola und einem Granatapfel, der im Gegensatz zu deutschen Fabrikaten auch wirklich schmeckte.

Am Montag morgen wurde es doch wieder später, da wir beide mit drähnendem Schädel aufwachten. Nach einem Müsli ging es aber doch los. Heute war es extrem heiß und sonnnig, ich fühlte mich schon nach wenigen Minuten gar.
Im Stoffmarkt war ich begeistert, alles sah sooo schön aus. ich würde mich sowieso nur noch dort einkleiden , wenn ich hier leben müsste.
Der Mantel lässt nicht viel Bewegungsfreiheit, ist aber ok, ich will eh abnehmen.
Die Jacke zum Kleid ist perfekt, aber eben nur zum Kleid oder Vergleichbarem.
Der zweite Kurzmantel war super, das Orange noch besser als ich dachte, sogar das Weiß sah gut aus!
Auch wenn ich die Jacke noch zu meiner Hochzeit tragen könnte.
Bräuchte nur noch den passenden Kerl. Na, liebes Horoskop, der September ist vorbei- wo war er denn, der Traummann, der Lebenspartner? Konnte er kein Englisch und hat sich nicht getraut sich auf Chinesisch vorzustellen? Tss.

Danach wuselten wir zum Yu Garten, auf der Suche nach einem funktionierendem (!) Geldautomaten. Mein letztes Geld war für zwei Handbeutel passend zu Kleid und Mantel draufgegangen. Nach einer Weile fanden wir auch einen.
Die finanzielle Flüssigkeit hielt jedoch nicht lange an, wir gingen direkt in das gerühmte "Kaufhaus", wo Nicole ihre Weiße und ich meine schwarze Hose bekam. Leider musste ich später im Zimmer feststellen, selbst in diese noch reinschwinden zu müssen... Ach ja, wenn man es *einmal* nicht anprobiert!
Wir gingen auch an Tintensteinen vorbei, doch die waren üppig teuer und wenn, wollte ich natürlich einen guten Stein haben. Also weiter. Auf dem Rückweg wurde ich nochmal vom Oberchef angehalten, 80 Yuan waren sein letztes Angebot und das war akzeptabel, in der Seidenbox. Zum Vergleich, der selbe Ministein (ca. 10 cm) kostete in der Holzbox 533 Yuan.
Nicole bekam ihre Schuhe und Jadeketten, so dass sie nicht bis zur Nanjing Rd jetten musste. Zum Abschluss gingen wir in die Antikstadt und kauften einige Münzen unter intensivem Handeln.
Außerdem bekam ich endlich das ersehnte Schachspiel, sie verkaufte ein schönes großes für nur 200 Yuan, doch ich konnte es nicht bezahlen. Das kleiner konnte ich jedoch auf 100 Yuan runterhandeln- Yesss Strike!
Es war allerding eine ganz schöne Schlepperei. Ausnahmswise hatte ich nichts dagegen, bei Mäcces zu essen. Danach ging es ins Abenteuer- Wie kommen wir nach Hause?!

Wir gingen erstmal nochmal durch den Park, der noch überfüllter war, als sowieso schon.
Schließlich war Nationalfeiertag und wir bereuten langsam, überhaupt vor die Tür gegangen zu sein.
Man könnte den Nationalfeiertag auch "Tag der Lustigen Hüte" nennen, da gehen die Chinesen mal so rischtig aus sich raus und lassen die Puppen tanzen... indem sie sich seltsame Diademe, blnkende Teufelshörnchen oder dämliche Hasenöhrchen aufsetzten. Nicole probierte die begehrten Oktopusstäbchen mit semiger Begeisterung.
Eientlich wollten wir an der großen Straße ein Taxi anhalten- nur hier waren noch mehr Menschen und die Straßen gesperrt, also zurück zum Taxistand.
Dort wollte uns einer der ominösen roten Taxifahrer weiß machen, die Fahrt zum Hotel würde rund 125 Yuan kosten, worauf ich ihn einfach auslachte.
Wir gingen eine andere Straße entlang, denn Fakt war: Wir bekamen kein Taxi.

So landeten wir, eigentlich zur Nanjing wollend, auf der südlichen Henan Rd, die zum Konfuziustempel führte. Viele Taxis- aber alle besetzt, die Glücklichen!
Wir waren nuna ufgrund der Umstände bereit, etwas mehr als die üblichen 26 Yuan zu investieren, aber bestimmt nicht 125!
Nicole wollte noch Geld holden, doch die einzige Bank hatte natürlich keine Maestroverbringung. Zum Glück hatte ich noch den 100 Yuan Schein den ich für die Airport Construction Fee (90 RMB) zurückgelegt hatte.
Wir wieder zurück und auf dem Weg zum Stand zurück kam uns ein freies, türkises Taxi entgegen, das sogar anhielt!
Kurz machten wir ihm klar, wo wir hinwollten und fuhren los- auf in den Stau!
Nur war hier kein Durchkommen, nichtmal per Bus hätten wir die Tongji erreichen können, alles abgesperrt! Saftladen!
Wie hätten wir denn so je heimkehren können/sollen?
Gut, dass wir einen netten Taxifahrer erwischt haben- ja, glaubt es oder nicht, es GIBT sie wirklich!
Zwar wohl nicht allzuviele, aber nun weiß ich, dass nicht alle Taxifahrer verpeilt oder auf maximalen profit aus sind.
Auch der Sprachkurs zeigte endlich Wirkung, ich verstand zwar nicht jedes Wort des Fahrers, im großen und ganzen aber, dass die Straßen auf dieser Seite zwar gesperrt waren, wir es aber über Pu Dong versuchen könnten.

Damit war ich als Taxianweiser vom Dienst einverstanden. Von Pu Dong aus waren wir ja schon öfter gefahren, also rechnete ich die 25-35 Yuan oben drauf, bisher war noch nicht viel auf dem Taxameter. Wir also raus aus dem Stau und rein in den Fuxing (E) Tunnel nach Pu Dong. Ein paar längere Straßen, bunte Lichter, doofe Ampeln und ab durch den Duanliang (E) Tunnel wieder runter von der Insel. Der Fahrer erklärte mir, dass dies der schnellste Weg zur Tongji sei. Den Tunnel durchraste er auch, bis zum Blitzkasten wo er pünktlich auf 40 km/h abbremste- Nn folgten wir noch Steidenstraßen, die wir ja schon kannten, doch statt 5 waren es diesmal nur 3 und wir waren ganz baff, als wir dann schon da waren und vor allem, dass das Taxameter nur 43 Yuan anzeigte!
DAS war wirklich SCHNELL. Toller Taxifahrer.
Er sah auch etwas fix und fertig aus. Ich bedankte mich artig auf Chinesisch und sagte ihm, dass wir, wenn ernicht gewesen wären, wohl nie angekommen seien (was ja auch stimmte). Das schmeckelte ihm und ich gab ihm auf 45 Yuan Trinkgeld, wenn es auch klein war, der Wille zählt und er schien auch drüber erfreut zu sein, zumindest nahm er es an und schien nicht beleidigt.
Endlich auf dem Zimmer, ging es nache iner kurzen Nochmal-Anprobier-Session ans Koffer packen.
Nach etwaigen hin und her packten wir meinen Koffer an die Rezeption - etwa 22 Kilo, also Goujibeeren, CDs, DVDs und Inkstein raus. Das müsste auch mit Jacke rein hinkommen- wird nur ne ganz schäne Schlepperei im Handgepäck, hofffentlich geht alles gut und ich darf alles mitnehmen...


Profile

saciel: Mad Hatter eyes (Default)
saciel

October 2012

M T W T F S S
1 2 34567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031    

Most Popular Tags

Style Credit

Expand Cut Tags

No cut tags
Page generated 21 Jan 2026 01:58
Powered by Dreamwidth Studios