saciel: Mad Hatter eyes (Default)
Warum redet an manchen Tagen eigentlich niemand mit einen?

Gut, Niemand ist vielleicht übertrieben, aber die Leute auf die es einem ankommt?

Da passiert mal was in meinem langweiligen Leben, das ich jemanden mitteilen möchte und es ist, als würde man einen Flur betreten und instantly werden alle Türen zugeschmissen.

Plötzlich hat niemand Zeit, oder auch nur die Lust als Antwort zu schreiben, dass er/sie keine Zeit hat.

Wie frustrierend. Gut, ich muss mit niemanden reden. Lasst mich nur versauern. Ihr müsst mir keine Antworten geben, ihr müsst mich auch nicht zurückgrüßen wenn ich euch anrede. Auch nach Tagen nicht. Ich bin ja nur zum zuhören da, das kann ich am besten. Ich bin die beste Quasselfreundin solange ich nur den Mund halte.
Ich brauch niemanden zum Reden, ich habe ja mein (staubiges) Blog.

Tut mir ja leid, aber ich bevorzuge es mit MENSCHEN zu kommunizieren, auch wenn sie sich hinter Chatfenstern verstecken.
Was bringt es mir denn, mich in einem Blog auszulassen das kein Mensch liest, weil mein Leben nunmal nicht aufregend genug ist, um Spannung zu erzeugen?

Ja, ich interessiere mich für seltsame Sachen. Ja, ich bin ein workaholic.
Natürlich hätte ich auch gerne ein Sozialleben oder zumindest etwas vergleichbares.
Ich käme auch gerne öfter raus, wenn meine Gesundheit es mal zulässt, und würde gerne was unternehmen.
Woran liegt das wohl, dass ich ständig vor mich hinarbeite? Ich habe ja sonst nichts. Wenn niemand mit mir reden will, habe ich zumindest die Hoffnung meinen Frust in Arbeitsenergie umzuwandeln.

Mit frustrierten Menschen will aber niemand reden. Toller Spruch, das nächste Mal klatsche ich ihn einer bestimmten von diesen Personen auch an den Kopf. Ich darf mich den Frust aber anhören, ja?

Versteht mich nicht falsch, liebe nichtvorhandene Leser, ich habe grundsätzlich kein Problem damit mir den Frust, die Sorgen, Ängste, Nöte oder sonstiges von anderen Personen anzuhören. Ich habe auch nicht unbedingt den Eindruck nur (!) als seelischer Mülleimer genutzt zu werden, denn von solchen Leuten distanziere ich mich sehr schnell.
Ich habe jetzt langjährige Erfahrung als wandelnde Sozialstation und ich tue mein Bestes, um aus dieser Erfahrung zu schöpfen und zu helfen, wenn ich es denn kann.

Aber ist es zuviel verlangt mal selbst etwas Aufmerksamkeit zu fordern?
Man heult sich nicht bei den Leuten aus, die sich selbst bei einem ausheulen, das könnte man verschieben, macht man für gewöhnlich so.
Aber nichtmal bei positiven Dingen zuhören?

Irgendwo hörts dann auch mal auf.
Ich weiß gar nicht, wo die Freude, die ich heute empfunden habe hin ist.

Ich habe die Theorie, das Freude ein Rudeltier ist. Wenn sie sich allein fühlt geht sie ein und verpufft einfach.
Freude braucht Echo. Wenn Freude und Freude aufeinandertrifft gibt es viele kleine Freudchen. Simple Richtung.
Ich freue mich doch auch mit anderen. Ich bin ein freudefreundlicher Mensch. PETF.
Ich hätte meine Freude heute gerne geteilt.

Sollten die Beteiligten wider Erwartung das hier doch lesen, wissen sie ja, wer gemeint ist.
Ansonsten muss sich kein Nichtleser angesprochen fühlen.

Date: 11 Sep 2008 14:32 (UTC)From: [identity profile] gorgmorg.livejournal.com
Klar lesen wir. Und du hast Recht!

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